PID

PID – Regelkreis im Flight Controller

Proportional, Integral, Derivative

Software

Was ist PID?

PID steht für Proportional, Integral, Derivative und ist ein klassischer Regelalgorithmus aus der Technik. Im Flight Controller vergleicht er tausende Male pro Sekunde, was du willst (deine Stickbefehle) mit dem, was die Drohne tatsächlich tut (Messwerte des Gyroskops). Aus der Differenz berechnet er, wie stark jeder Motor nachregeln muss.

Die drei Anteile einfach erklärt

  • P (Proportional) – reagiert auf die aktuelle Abweichung. Je grösser der Fehler, desto stärker die Korrektur. Zu wenig P fühlt sich schwammig an, zu viel P führt zu schnellen Schwingungen (Oszillationen).
  • I (Integral) – summiert kleine Abweichungen über die Zeit und gleicht dauerhafte Störungen aus, etwa Wind oder einen ungleich verteilten Schwerpunkt. Hält die Drohne „auf Kurs".
  • D (Derivative) – reagiert auf die Änderungsgeschwindigkeit und bremst Überschwinger ab. Wirkt wie ein Stossdämpfer. Zu viel D lässt die Motoren heiss werden.

Dazu kommt in Betaflight Feedforward (F), das direkt auf schnelle Stickbewegungen reagiert und die Drohne knackiger macht.

Muss ich als Einsteiger PIDs tunen?

Nein. Hersteller liefern ihre BNF-Drohnen mit abgestimmten PID-Werten aus, und die Betaflight-Standardwerte fliegen bei den meisten Drohnen ordentlich. Tuning lohnt sich erst, wenn du konkrete Probleme siehst – zum Beispiel Propwash oder Schwingungen im Video.

Wenn du tunen willst, nutze die Schieberegler (Slider) im Betaflight-Configurator statt einzelne Werte zu verändern, und ändere immer nur eine Sache auf einmal. Für ernsthaftes Tuning gibt die Blackbox objektive Daten statt Bauchgefühl.

Nicht verwechseln: PIDs regeln, wie gut die Drohne deinen Befehlen folgt. Rates bestimmen, wie schnell sie sich bei einem bestimmten Stickausschlag drehen soll.