
DJI Neo 2
Die DJI Neo 2 ist DJIs kleinste und günstigste Drohne mit FPV-Option: 151g leicht, mit Propellerschutz, 2-Achsen-Gimbal und 4K/60fps. Mit dem optionalen Digital Transceiver fliegt sie per DJI O4 auch mit Goggles und Motion-Controller.
Stärken & Schwächen
Vorteile
- Mit 151g bzw. 160g Startgewicht klar unter 250g und mit C0-Klassenkennzeichnung, dadurch in der EU/Schweiz rechtlich sehr unkompliziert
- 2-Achsen-Gimbal, 4K/60fps und 49GB interner Speicher liefern für die Grösse sehr stabiles Videomaterial
- Rundum-Hinderniserkennung (Kamera, LiDAR vorne, Infrarot unten) und Propellerschutz machen Crashes für Einsteiger deutlich harmloser
- Flexibel: per Handfläche, Gesten, Smartphone, klassischer Fernsteuerung oder immersiv mit Goggles fliegbar
Nachteile
- Für FPV-Flüge mit Goggles ist der separate Digital Transceiver nötig, die 'Drone Only'-Variante allein reicht dafür nicht
- Maximal 12m/s im Sport-Modus: für Freestyle-Manöver oder echtes Acro-Fliegen deutlich zu langsam
- Keine microSD-Erweiterung, der 49GB-Speicher ist fest
- Funktioniert nur mit DJI-eigenen Goggles und Controllern, kein ELRS oder Analog
Die DJI Neo 2 ist der Nachfolger der kleinen Selfie-Drohne DJI Neo und gleichzeitig der günstigste Weg, mit DJI-Technik ins FPV-Fliegen hineinzuschnuppern. Ab Werk startet sie aus der Handfläche, folgt dir per Gestensteuerung und lässt sich übers Smartphone fliegen. Mit dem optionalen, abnehmbaren Digital Transceiver bekommt sie das DJI-O4-Videosystem und wird damit zur kleinen FPV-Drohne, die du mit den DJI Goggles N3 oder Goggles 3 und einem Motion-Controller fliegst. Sie richtet sich an Einsteiger, die eine kompakte, sichere Drohne für Alltags- und Reiseaufnahmen suchen und FPV ausprobieren möchten, ohne gleich eine Avata 2 zu kaufen.
Technische Übersicht
Mit 151g Startgewicht (160g mit Digital Transceiver) und Abmessungen von 147×171×41mm inklusive Propellerschutz ist die Neo 2 kaum grösser als eine Handfläche. Die vier Propeller sitzen vollständig in einem Schutzkäfig, sodass Berührungen mit Wänden oder Personen meist glimpflich ausgehen. Der 1606-mAh-Li-ion-Akku (7.16V, 11.5Wh) reicht laut DJI für rund 19 Minuten Flugzeit, mit montiertem Propellerschutz für etwa 17 Minuten. Das ist für eine Drohne dieser Grösse viel: klassische Tinywhoops mit 1S-Akku schaffen meist 3 bis 5 Minuten.
Neu gegenüber der ersten Neo ist eine Rundum-Hinderniserkennung: ein omnidirektionales Kamerasystem, ergänzt durch ein nach vorne gerichtetes LiDAR und einen Infrarotsensor an der Unterseite. Hindernisse erkennt sie laut DJI in 0.5 bis 15m Entfernung, nach vorne in 0.5 bis 10m. Die Windresistenz gibt DJI mit 10.7m/s (Stufe 5) an. In der EU trägt die Neo 2 das C0-Klassenkennzeichen.
Video & Übertragung
Die Kamera nutzt einen 1/2"-CMOS-Sensor mit 12MP und ein f/2.2-Weitwinkelobjektiv mit 119.8° Blickfeld. Ein mechanischer 2-Achsen-Gimbal (Neigen und Rollen) gleicht Bewegungen aus, sodass das Material ohne Nachbearbeitung ruhig wirkt. Gefilmt wird in 4K mit bis zu 60fps, in 16:9 auch mit 100fps für Zeitlupen, dazu 2.7K hochkant für Social Media. Gespeichert wird auf 49GB internen Speicher, ein microSD-Slot fehlt.
Ohne Zubehör überträgt die Neo 2 das Livebild per Wi-Fi aufs Smartphone, mit maximal 500m Reichweite. Für echtes FPV-Fliegen brauchst du den DJI Neo 2 Digital Transceiver, der das DJI-O4-System nachrüstet. Damit erreichst du in der EU/Schweiz bis zu 6km Reichweite (CE) und ein Livebild in 1080p mit 60fps (Goggles N3) bzw. 100fps (Goggles 3). Die Latenz, also die Verzögerung zwischen Kamera und Brille, liegt bei 50 bis 54ms, mit den Fernsteuerungen RC-N3 oder RC 2 bei rund 120ms. Kompatibel sind die DJI Goggles N3 und Goggles 3 sowie die Controller RC-N3, RC 2, RC Motion 3 und FPV Remote Controller 3.
Flugeigenschaften
Die Neo 2 fliegt im Normal-Modus mit bis zu 8m/s, im Sport-Modus mit bis zu 12m/s. Für ruhige Kamerafahrten gibt es einen Cine-Modus mit stark gedrosselten Steiggeschwindigkeiten. Dank Hinderniserkennung und Propellerschutz fliegt sie sehr stabil und verzeiht Fehler, was sie auch drinnen gut fliegbar macht.
Ein Acro-Modus, also der manuelle Flugmodus ohne Selbststabilisierung, in dem klassische FPV-Drohnen Flips und Rolls fliegen, ist nicht vorgesehen. Die Neo 2 ist damit eine Kameradrohne mit FPV-Option, kein Freestyle-Quad. Wer mit dem RC Motion 3 fliegt, steuert die Drohne intuitiv über Handbewegungen, was den Einstieg sehr leicht macht, aber wenig mit dem Fliegen einer klassischen FPV-Drohne mit Sticks gemeinsam hat.
Für wen ist diese Drohne geeignet?
Die Neo 2 eignet sich für absolute Anfänger, die eine kleine, sichere und rechtlich unkomplizierte Drohne für Reise- und Alltagsaufnahmen suchen und FPV mit Goggles ausprobieren möchten. Wer dagegen später Freestyle oder Acro fliegen will, lernt mit einem Simulator und einer günstigen ELRS-Tinywhoop mehr, denn das manuelle Fliegen lässt sich mit der Neo 2 nicht üben. Als Zwischenschritt zwischen Selfie-Drohne und DJI Avata 2 ist sie aber ein günstiger Einstieg ins DJI-FPV-Ökosystem.
Häufig gestellte Fragen zum DJI Neo 2
- Kann ich mit der DJI Neo 2 FPV fliegen?
- Ja, aber nur mit dem optionalen DJI Neo 2 Digital Transceiver, der das DJI-O4-Videosystem nachrüstet. Damit lässt sich die Neo 2 mit den DJI Goggles N3 oder Goggles 3 und dem RC Motion 3 oder dem FPV Remote Controller 3 fliegen. Ohne Transceiver ist nur die Steuerung per Smartphone, Handfläche oder Gesten möglich.
- Brauche ich für die DJI Neo 2 eine Registrierung?
- Die Neo 2 wiegt unter 250g und trägt in der EU das C0-Klassenkennzeichen. Da sie eine Kamera hat, musst du dich als Betreiber trotzdem registrieren (in der Schweiz beim BAZL, in der EU bei der nationalen Behörde). Einen Kompetenznachweis brauchst du für die C0-Klasse nicht.
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