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DJI Avata 360

Die DJI Avata 360 kombiniert immersives FPV-Fliegen mit einer 360°-Kamera: Ein Take genügt, um danach jede Blickrichtung frei zu wählen. Damit ist sie DJIs technisch aktuellste FPV-Drohne, aber auch die teuerste und komplexeste im eigenen Lineup.

Preis ab 419 EUR (nur Drohne, ohne Fernsteuerung/Brille)
Grösse 246×199×55.5mm (L×B×H)
Gewicht ca. 455g (startbereit mit Akku)
Video DJI O4+ mit zwei 1/1.1" CMOS-Sensoren (360°) bzw. Single-Lens-Modus
Jetzt kaufen – ab 419 EUR

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Stärken & Schwächen

Vorteile

  • Einzigartige 360°-Aufnahme: Blickrichtung und Bildausschnitt lassen sich nach dem Flug frei wählen, statt beim Fliegen fest vorgeben zu müssen
  • Aktuellstes DJI-Videosystem (O4+) mit bis zu 8K/60fps HDR und starker Störfestigkeit
  • Integrierter Propellerschutz plus omnidirektionale Hinderniserkennung im 360°-Modus für sicheres Fliegen auch nah an Objekten

Nachteile

  • Deutlich teurer als die Avata 2: Die Fly-More-Combos mit Fernsteuerung/Brille kosten schnell 800-900 EUR
  • Mit ca. 455g rund 80g schwerer als die Avata 2, dadurch Registrierungspflicht in den meisten Ländern
  • 360°-Vorteile (freie Nachbearbeitung, Virtual Gimbal) nur im 360°-Modus nutzbar, nicht in Kombination mit klassischem FPV-Freestyle-Feeling

Die DJI Avata 360 ist DJIs neueste FPV-Drohne und erweitert das bekannte Avata-Konzept um eine 360°-Kamera: Statt eines einzelnen, während des Flugs festgelegten Blickwinkels zeichnet sie die komplette Kugelansicht auf, sodass sich Bildausschnitt und Blickrichtung erst nachträglich am Handy oder PC festlegen lassen. Wie die Avata 2 kommt sie mit fest verbautem Propellerschutz und lässt sich wahlweise klassisch per Fernsteuerung oder immersiv per Goggles und Motion-Controller fliegen.

Technische Übersicht

Mit rund 455g startbereitem Gewicht und Abmessungen von 246×199×55.5mm ist die Avata 360 spürbar grösser und schwerer als die Avata 2 – die zusätzliche zweite Kamera samt Elektronik für die 360°-Verarbeitung fordert ihren Tribut. Der fest ummantelte Propellerschutz bleibt erhalten und macht die Drohne auch für Flüge in beengten Umgebungen sicher genug, ohne bei jedem Kontakt gleich zu crashen. DJI gibt eine Flugzeit von rund 23 Minuten an, was für eine FPV-Drohne dieser Klasse aussergewöhnlich lang ist – klassische Freestyle- oder Cinewhoop-Quads anderer Hersteller liegen meist bei 5 bis 10 Minuten. Eine omnidirektionale Hinderniserkennung, ergänzt durch ein nach vorne gerichtetes LiDAR und einen Infrarotsensor am Boden, ist im 360°-Modus aktiv und unterstützt beim Fliegen nah an Objekten.

Video & Übertragung

Kernstück der Avata 360 sind zwei quadratische 1/1.1"-CMOS-Sensoren mit je 64MP, die zusammen natives 8K-Material bei 60fps im HDR-Modus liefern – deutlich mehr als die 4K/60fps der Avata 2. Im 360°-Modus lässt sich die Aufnahme nachträglich beliebig drehen, kippen und ausschneiden (“Virtual Gimbal”), was für Content-Creator einen echten Mehrwert bietet, den kein klassisches FPV-System bislang liefert. Wer klassisches, flaches FPV-Bild bevorzugt, kann in den Single-Lens-Modus wechseln, der mit bis zu 4K/60fps arbeitet. Übertragen wird das Bild per DJI O4+, dem aktuellsten Videosystem von DJI, mit einer Live-View-Auflösung von 1080p und einer gemessenen Reichweite von bis zu 20km unter FCC-Bedingungen (in der EU/Schweiz gilt die CE-Grenze von 10km).

Flugeigenschaften

Im Sport-Modus erreicht die Avata 360 laut Hersteller bis zu 18m/s Horizontalgeschwindigkeit und lässt sich damit deutlich dynamischer fliegen als reine Kameradrohnen, bleibt aber durch das höhere Gewicht und die grösseren Abmessungen etwas behäbiger als eine reinrassige Freestyle-Drohne. In Kombination mit Goggles und Motion-Controller entsteht das typische immersive FPV-Gefühl mit kopfgesteuerter Blickrichtung; wer lieber klassisch mit Sticks fliegt, nutzt die Standard-Fernsteuerung RC 2. Für aggressive Freestyle-Manöver mit Propeller-Crashes ist der integrierte Käfig zwar schützend, aber die Drohne bleibt in erster Linie auf stabiles, sicheres Fliegen ausgelegt statt auf reine Racing-Performance.

Für wen ist diese Drohne geeignet?

Die Avata 360 richtet sich an Content-Creator und ambitionierte Hobbypiloten, die das immersive FPV-Erlebnis mit maximaler kreativer Freiheit bei der Nachbearbeitung verbinden möchten und bereit sind, dafür deutlich mehr zu bezahlen als für eine klassische Avata 2 oder eine DIY-Cinewhoop. Für Einsteiger, die zunächst günstig ins FPV-Fliegen reinschnuppern wollen, ist sie aufgrund des Preises und der Komplexität der 360°-Funktionen weniger geeignet – hier bietet die Avata 2 einen einfacheren Einstieg.

Die Avata 360 wird ausschliesslich in Kombination mit DJI-eigenen Goggles (Goggles 3 oder Goggles N3) und einer passenden Fernsteuerung bzw. einem Motion-Controller betrieben. Die “Drone Only”-Option lohnt sich daher nur, wenn bereits kompatibles DJI-Zubehör vorhanden ist – Einsteiger sollten eine der Fly-More-Combos mit Fernsteuerung und Brille wählen.

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