
BetaFPV Cetus X FPV Kit
Das BetaFPV Cetus X FPV Kit ist das leistungsstärkste Einsteigerset der Cetus-Serie: ein 95-mm-Brushless-Whoop mit LiteRadio 3 und VR03-Brille – wahlweise mit Cetus-Firmware samt Positionshaltung oder mit Betaflight und ExpressLRS. Als Cetus X HD gibt es ihn auch mit Walksnail-Digitalvideo.
Stärken & Schwächen
Vorteile
- Komplettset mit Drohne, LiteRadio 3 und Brille
- Wahl zwischen Positionshaltung (Cetus FC) und Betaflight mit ELRS
- Kamerawinkel von 0° bis 40° einstellbar
- Deutlich mehr Leistung und Reichweite als Cetus und Cetus Pro
- HD-Variante mit Walksnail-Digitalbild verfügbar
Nachteile
- Die Cetus-FC-Version nutzt FrSky D8 und lässt sich nicht mit Betaflight konfigurieren
- Betaflight- und HD-Version ohne Positionshaltung – anspruchsvoller für Anfänger
- HD-Kit mit rund 650 $ deutlich teurer
- Beim Hersteller häufig ausverkauft
Das BetaFPV Cetus X FPV Kit ist ein RTF-Komplettset (Ready-to-Fly) und das leistungsstärkste Set der Cetus-Serie. Es enthält den Brushless-Whoop Cetus X mit 95 mm Achsabstand, die Fernsteuerung LiteRadio 3, die analoge FPV-Brille VR03 mit DVR-Aufzeichnung, vier 450-mAh-Akkus, ein Ladegerät und eine Tasche. Beim Kauf wählst du zwischen zwei Versionen: der Cetus-FC-Version mit Positionshaltung wie bei den kleineren Cetus-Modellen und der Betaflight-FC-Version mit ExpressLRS-Empfänger, die sich wie eine “normale” FPV-Drohne konfigurieren lässt. Als Cetus X HD FPV Kit gibt es dieselbe Drohne zudem mit Walksnail-Digitalvideo und Fat Shark Recon HD Brille.
Technische Übersicht
Der Cetus X ist mit 95 mm Achsabstand ein ganzes Stück grösser als Cetus und Cetus Pro und gehört damit eher zu den Micro Whoops als zu den Tinywhoops. Vier 1103-Brushless-Motoren mit 11000 KV treiben Gemfan-2020-Vierblatt-Propeller an. Der Rahmen besteht aus PA12-Kunststoff und schützt die Propeller rundum. Die analoge Version wiegt ohne Akku 55 g und fliegt mit einem 1S-Akku (BT2.0, 450 mAh) laut BetaFPV rund 5 Minuten.
Die zwei Flight-Controller-Versionen unterscheiden sich deutlich. Die Cetus-FC-Version (Cetus BL V3) nutzt das FrSky-D8-Protokoll, hat Positionshaltung und die Flugmodi N/S/M wie die kleineren Cetus-Modelle; eingestellt wird sie mit dem BetaFPV Configurator. Die Betaflight-FC-Version (F4 2S 15A V1.0) hat einen ExpressLRS-2,4-GHz-Empfänger (ELRS), aber keine Positionshaltung; eingestellt wird sie mit Betaflight, der Standard-Software fast aller FPV-Drohnen.
Das Cetus X HD nutzt denselben 95-mm-Rahmen mit 1103-Motoren, fliegt aber mit einem 2S-Akku (BT3.0, 450 mAh) und einem Lüfter, der den digitalen Videosender kühlt. Es wiegt 65 g ohne und 92 g mit Akku und schafft laut BetaFPV 5,5 Minuten Flugzeit und bis zu 13 m/s. Gesteuert wird es immer mit Betaflight und ELRS.
Video & Übertragung
Die analoge Version hat eine C04-Kamera (Caddx Nano Ant bzw. RunCam Nano 4), deren Neigung sich zwischen 0° und 40° einstellen lässt. Bei 0° siehst du Rahmen und Propeller im Bild, ab etwa 25° verschwinden sie. Der Videosender schafft je nach Version 25–350 mW (Cetus FC) oder 25–400 mW (Betaflight FC) – deutlich mehr als die 25 mW der kleineren Cetus-Modelle, was mehr Reichweite draussen bringt. Die VR03-Brille kann das Bild auf eine Micro-SD-Karte aufzeichnen (DVR).
Das HD-Kit nutzt die Walksnail Avatar Mini HD mit 1080p bei 60 fps und rund 22 ms Latenz, umschaltbar auf 25, 200 oder 500 mW. Die Kamera lässt sich zwischen 20° und 40° neigen. Als Brille liegt die Fat Shark Recon HD bei (3,5-Zoll-Bildschirm, 44° Sichtfeld) inklusive 2S-3000-mAh-Akku. Das Bild ist um Welten schärfer als analog – du bist aber auf das Walksnail-System festgelegt.
Flugeigenschaften
In der Cetus-FC-Version fliegt sich der Cetus X ähnlich einsteigerfreundlich wie Cetus und Cetus Pro, nur mit deutlich mehr Leistung: N-Modus mit Positionshaltung, S-Modus mit Selbststabilisierung, M-Modus für Acro und ein Turtle-Modus zum Umdrehen nach Abstürzen. Die Betaflight-Version bietet die üblichen Betaflight-Modi Angle, Horizon und Acro (Air Mode) sowie Turtle-Modus. Sie verhält sich wie eine typische Whoop-Drohne und eignet sich gut, um das Fliegen ohne Hilfen zu lernen.
Dank 95-mm-Rahmen und Brushless-Motoren kommt der Cetus X auch draussen bei leichtem Wind zurecht und macht im Park mehr Spass als die kleinen Cetus-Modelle. Indoor braucht er etwas mehr Platz – ein grosses Wohnzimmer oder eine Halle ist ideal. Das HD-Kit ist mit 2S nochmals spritziger, verzeiht aber auch weniger.
Für wen ist diese Drohne geeignet?
Der Cetus X ist für Anfänger gedacht, die etwas mehr ausgeben und länger von ihrem Set profitieren wollen. Die Cetus-FC-Version ist die richtige Wahl, wenn dir Positionshaltung für die ersten Flüge wichtig ist. Die Betaflight-Version empfehlen wir allen, die wissen, dass sie im Hobby bleiben wollen: ExpressLRS und Betaflight sind heute Standard, und die LiteRadio 3 lässt sich auch für spätere Drohnen und Simulatoren weiterverwenden. Das HD-Kit lohnt sich, wenn du von Anfang an ein scharfes Digitalbild willst und das Budget dafür hast.
Häufig gestellte Fragen zum BetaFPV Cetus X FPV Kit
- Soll ich die Cetus-FC- oder die Betaflight-FC-Version nehmen?
- Die Cetus-FC-Version hält Höhe und Position und ist damit für die allerersten Flüge einfacher. Sie nutzt aber FrSky D8 und BetaFPVs eigene Software. Die Betaflight-Version hat keine Positionshaltung, funkt dafür mit ExpressLRS und lässt sich wie fast alle anderen FPV-Drohnen mit Betaflight einstellen. Wenn du langfristig im Hobby bleiben willst, ist die Betaflight-Version die zukunftssicherere Wahl.
- Was ist beim Cetus X HD FPV Kit anders?
- Das HD-Kit nutzt einen 2S-Akku, die Walksnail Avatar Mini HD (1080p/60fps, 22 ms Latenz) statt analogem Video und kommt mit der Fat Shark Recon HD Brille statt der VR03. Der Rahmen hat einen Lüfter für den Videosender. Gesteuert wird immer mit Betaflight und ELRS – eine Positionshaltung gibt es nicht.
- Kann ich meine LiteRadio 2 SE vom Cetus oder Cetus Pro weiterverwenden?
- Ja, aber nur mit der Cetus-FC-Version, weil diese wie die LiteRadio 2 SE das FrSky-D8-Protokoll nutzt.
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